Bio - Was steckt drin?

Veröffentlicht am: 29.03.2017

Bio - Was steckt drin?

Die Gründe, Bio Produkte zu kaufen, sind im heutigen Zeitalter das geprägt ist von Massentierhaltung, Umweltverschmutzung und wachsender globaler Fettleibigkeit, durchaus einleuchtend. Die Produkte selber sind oftmals undurchsichtig und werden mehrheitlich aus einem Gefühl heraus, als aus wissenschaftlich motivierter Überzeugung gekauft. Dabei ist neben Tierschutz und positiver Umwelteinflüsse der biologischen Landwirtschaft vor allem der gesundheitliche Aspekt, nur wenig erforscht. Nun, was intuitiv logisch klingt, nämlich dass umwelt,-und tierfreundlichere Produktionswege auch zu gesünderen Endprodukten führt, zeigen immer mehr Studien, die den qualitativen Nährwert zwischen Bio und nicht-Bio Produkten untersuchen.

Eine im „British Journal of Nutrition“ veröffentliche Studie analysiert die Ergebnisse von mehr als 190 Milch-und mehr als 60 Fleisch-Studien – die bislang umfangreichste Untersuchung ihrer Art. Den größten Unterschied zwischen Bio und nicht-Bio stellte der Omega-3-Fettsäuren Gehalt dar: danach enthielt Biofleisch und Bio-Milch rund 50% mehr ungesättigte Fettsäuren als ihre konventionellen Gegenspieler. Die westliche Bevölkerung leidet generell an einer Unterversorgung essentieller Omega-3-Fettsäuren (und an einem Überkonsum an Omega-6), die aber eine wichtige Rolle spielen in der Aufrechterhaltung körpereigener Funktionen wie einem gesunden Blutfluss, im Zellstoffwechsel sowie in der Vorbeugung gegen Entzündungen und Infektionen. Der Unterschied ist beträchtlich: während ein halber Liter Bio-Milch durchschnittlich rund 39 Milligramm und damit 16% der täglich empfohlenen Menge an Omega-3-Fettsäuren beinhaltet, sind es in der konventionellen Milch nur 25 Milligramm und damit 11 % der empfohlenen Tagesmenge. Die leitenden Forscher führen die Unterschiede in Fleisch und Milch auf die unterschiedlichen Haltungsbedingungen der Tiere zurück: vor allem das Futter (Gras oder Getreide) scheint einen beträchtlichen Einfluss auf die Fettsäurezusammensetzung zu haben was allgemein das Potential aufwirft, den Omega-3-Säureanteil durch entsprechende Haltungsbedingungen weiter zu optimieren. Die Forderung der Biostandards, weniger an Kraftfutter zu benutzen, wirkt sich auf das Wachstum und die Geschwindigkeit der Milchherstellung aus: Bio-Kühe produzieren zwar im Schnitt 20% weniger Milch, die Kombination aus Entschleunigung und „ursprünglicherer“ Ernährungsweise (Grasen im Freien) jedoch, führen letztendlich zu einer besseren Fettzusammensetzung.

Nicht nur Tierprodukte zeigen bessere Werte wenn aufgezogen unter biologisch-dynamischen Bedingungen: auch biologisch angebautes Gemüse, Obst und Getreide enthielt signifikant mehr wertvolles Vitamin C, Magnesium und Phosphor sowie beträchtlich weniger Nitrate, als konventionell angebautes Gemüse – so eine im Journal of Alternative and Complementary Medicine veröffentlichte Studie. Bio-Tomaten beispielsweise lieferten nicht nur mehr Vitamin C, sondern auch mehr Flavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidative Wirkungen haben und immer mehr Bedeutung gewinnen im Kampf gegen Krebs. Auch Untersuchungen mit Bio-Johannisbeeren ergaben, dass diese neben einem höheren Vitamin-C-Gehalt auch effektiver Krebs-Zellen bekämpfen konnten.

Ebenfalls nicht zu vergessen und keineswegs zu unterschätzen ist die Tatsache, dass Bio-Produkte wenn nicht ganz frei, so aber doch unbelasteter von Pestizid und Antibiotikarückständen sind, dessen fatale gesundheitliche Konsequenzen für den Menschen immer mehr ans Licht kommen.

Der Griff ins Bio Regal ist also in jedem Fall nicht nur die gesündere sondern auch die sicherere Option!



clockblog- Verfasst am 21/03/2017 von Marisol

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