Chia – Powersamen der Maya

Published : 10.04.2017

Chia – Powersamen der Maya

Kaum ein Superfood der Neuzeit bekommt so viel Aufmerksamkeit wie Chia-Samen. Sie sind überall - in jedem coffee shop kann man den angesagten Frühstückspudding kaufen, meist mit farbenfrohen Früchte Toppings, um der geschmacksneutralen gelee-artigen Masse mehr Würze und Aussehen zu verleihen. Chia-Samen sind ein weiteres klassisches Beispiel für ein jahrtausendealtes Heil,-und Grundnahrungsmittel das im Westen derzeit als gesündeste Neuentdeckung gefeiert wird: als beste Omega-3 Fettsäuren Quelle, als bester Energielieferant, als beste Ernährungskur zum Abnehmen. Und das ganze 500 Jahre nach der Entdeckung Amerikas – man mag sich fragen, warum gerade jetzt? Der neu aufflammenden ernährungsbewussten Smoothie Generation mag aufgefallen sein, dass niemals zuvor so viele Menschen an Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Herz-Kreislauf Erkrankungen leiden wie heute – maßgeblich mit-beeinflusst durch die fast globale Einführung westlicher Fertigprodukte.

Nun, der Hype um Chia ist durchaus berechtigt - die kleinen Samen der Lippenblütler Pflanze, Salvia Hispanica, sind wahre Nährstoffbomben: Chia-Samen übertrumpfen Lachs mit 10 mal mehr Omega-3, Orangen mit 9 mal mehr Antioxidantien, Spinat mit 4 mal mehr Eisen, Vollmilch mit 5 mal mehr Calcium, Brokkoli mit 15 mal mehr Magnesium und zu guter Letzt Leinsamen mit 4 mal mehr Ballaststoffen. Bei so viel „mehr“ kann es sich nur um ein echtes Superfood handeln - vielleicht lohnt es sich ja dieses eine mal „mitzumachen“, anstatt sich der Massenbewegung zu entziehen – zumindest aus ernährungswissenschaftlicher Sicht.

Eine Tagesportion Chia-Samen (25 Gramm) decken den täglichen Omega-3-Fettsäuren Bedarf gleich dreifach, nämlich um 308%. Auf 100 Gramm enthalten sie etwa 19 Gramm dieser wertvollen entzündungshemmenden Fettsäure, die nicht nur für zahlreiche Stoffwechselvorgänge und für Regulierung von Blutdruck, Blutfettwerten und Blutgerinnung unabdingbar ist, sondern darüber hinaus unseren Serotoninspiegel erhöht, was in besserer geistiger Leistungsfähigkeit mündet. In unserem auf Effizienz getrimmten Alltag werden Lebensmittel meist ihrer Ballaststoffe entzogen um sie so länger haltbar zu machen – ein Ballaststoffmangel führt in der Folge zu einer gestörten Darmflora. Chia-Samen sind mit 34% Ballaststoffen eine hervorragende Ballaststoffquelle und sorgen so für eine gesunde Verdauung. Zudem bewirken Ballaststoffe, dass die Kohlenhydrate in Chia-Samen nur sehr langsam im Körper freigesetzt werden, wodurch der Blutzuckerspiegel konstant bleibt und Heißhungerattacken ausbleiben. Weicht man Chia-Samen in Flüssigkeit ein, quellen sie auf und werden so verdaulicher und wirkungsvoller: durch das Aufquellen werden nicht nur Giftstoffe in unserem Verdauungstrakt absorbiert und überschüssige Magensäure gebunden (ein Auslöser von Sodbrennen), sondern schafft zudem ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Da Chia so viel körpereigene Flüssigkeit aufnimmt, sollte beim Verzehr immer darauf geachtet werden ausreichend Wasser zu trinken. Darüber hinaus bestehen Chia-Samen zu über 20% aus Protein und enthalten damit etwa doppelt so viel Eiweiß wie Getreide. Ungewöhnlich hoch sind auch die Vitamin-B3- Werte, die bei über 8 mg pro 100 g Chia-Samen liegen und damit weitaus höher sind als in tierischen Lebensmitteln.

Es gilt: je mehr man weiß und sich informiert, desto zielorientierter kann man sich ernähren und hächelt nicht, wie die meisten, irgendeinem in Mode geratenen Trend hinterher ohne genau den Grund dafür zu kennen. Auch wenn man es ihnen weder ansieht noch herausschmeckt - Chia-Samen sind die super Helden der Superfoods

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clockblog- Verfasst am 10/04/2017 von Marisol

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