Cola wird gesund - Wirklich?!

Veröffentlicht am: 13.04.2018

Cola wird gesund - Wirklich?!

Nachdem wir im letzten Artikel versteckte Zuckerbomben erörtert haben, soll es in diesem um das Trugbild der alternativen „light“ Produkte gehen. Dass Zucker nämlich eine Kalorienbombe ist, wissen immer mehr und greifen daher immer öfters zu Light-Produkten mit Zuckerersatzstoffen. Aber Glauben ist nicht gleich Wissen und so erliegen wir einer scheinbar schönen Illusion mit guten Ende: dass diese nämlich schlank halten statt dick zu machen. Dabei halten jedoch diejenigen, die es wirklich wissen, Zuckerersatzstoffe teilweise sogar für krebserregend.

Jeder kennt die Bewusstseinsfrage: „Cola oder Cola light“? Wer sich für letzteres entscheidet, entscheidet sich für Zuckerverzicht und beweist damit Disziplin, da er sich für seine Gesundheit und für seine Figur entscheidet. Aber Verzicht würde sich nicht vermarkten lassen, wenn er weniger gut schmecken würde. Denn die wachsende gesundheits,-und figurbewusste Bevölkerungsgruppe will sich ja nicht ausgeschlossen fühlen vom heutigen Genussmarkt. Daher explodiert der Lebensmittelmarkt förmlich für Produkte mit alternativen Süßungsmitteln, denn sie basieren auf dem Versprechen: „du darfst trotzdem“. Dass diese mit so allerlei Zuckerersatzstoffen kräftig nachgesüßt werden um gewünschten Süßegrad zu entsprechen und damit kaum als gesünder gelten können, als ihre zuckerhaltigen Vorgänger, bleibt den meisten verborgen. Eine Studie der University of Texas beispielsweise, die über einen Zeitraum von 10 Jahren 474 Menschen untersucht hat die Diät-Limonaden tranken, kam zu dem Ergebnis, das der Taillenumfang der Cola light Kandidaten um 70% mehr zunahm als bei denjenigen, die „normal“ gezuckerte Limonaden tranken. Die quälende Wahrheit jedoch, dass man womöglich mit normaler Zucker-Cola heute schlanker wäre, ist schwer einzugestehen. Und man muss sich ja fragen, warum heute trotz des kalorienreduzierten Lebensmittelangebots, so viele Menschen an Übergewicht leiden. Eine Theorie ist, dass leere Kalorien kompensiert werden und man so am Ende mit Süßstoffen insgesamt mehr isst als ohne. Auch, weil der Stoffwechsel nach mehr verlangt, da beispielsweise der Verzehr des Massensüßungsmittel Aspartam unser Hungergefühl massiv ansteigen lässt. Anscheinend wirken Süßstoffe und Zucker anders auf unser Belohnungssystem im Gehirn, wobei sich das Sättigungsgefühl bei Süßstoffen nicht so schnell einstellt.

Nun werben Coca Cola und andere für vermeintlich grünere Produkte. „Cola Life“ mit grünem Design und pflanzlichem Stevia statt Zucker, soll ernährungsbewussten Limotrinkern ins Gewissen reden. Stevia soll dabei der neuen Cola die Aura eines kalorienarmen Softdrinks mit natürlicher Süße verleihen. Da Stevia-Extrakte nicht als Nährstoff in den Blutkreislauf aufgenommen werden, haben sie keine Kalorien und erhöhen daher den Blutzucker nicht. Zwar enthält die grüne Cola dank der Stevia Süße nur noch 34 Gramm Zucker pro halbem Liter, d.h. statt der 18 Stück Würfelzucker in herkömmlicher Cola nur noch 11, aber überschreitet das immer noch die von der WHO empfohlene Zuckermenge pro Tag (25 Gramm bei Frauen und 30 Gramm für Männer). Damit bleibt auch die grüne Cola eine Zuckerbombe, auch wenn sie etwas Anderes suggeriert.

Statt auf Light Produkte reinzufallen, sollte man vielmehr Sport treiben und auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten – es ist und bleibt die verlässlichste Abnehmkur

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