Natur statt Chemie: gesunde Zucker Alternativen

Published : 10.08.2017

Natur statt Chemie: gesunde Zucker Alternativen

Ein wesentlicher Bestandteil des paleo lifestyles ist der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe und Zucker. Immer mehr Studien zeigen, dass die zuckerhaltige, westliche Ernährungsweise nicht nur verantwortlich ist für die heute vorherrschende Fettleibigkeit in weiten Teilen der Welt, sondern auch in der Folge zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Insulinresistenz führen kann. Trotz dieses Risikos, verzehrt jeder Deutsche durchschnittlich 36 Kilo Zucker pro Jahr, d.h. 3 Kilo pro Monat. Davon verstecken sich rund 83% in verarbeiteten Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Backwaren, Milchprodukten oder Fertiggerichten, aber auch in so unscheinbaren Produkten wie Frühstücksflocken. Schockierende 74% der derzeitigen Supermarktartikel enthalten industriell verarbeitete Fruktose oder High Fructose Corn Syrup (H.F.C.S) – daher ist nicht erstaunlich, dass die meisten Menschen in Deutschland dreimal so viel Zucker verzehren, wie sie sollten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Gesamtenergie in Form von Zucker aufzunehmen. Bei 2000 Kilokalorien täglich würde das einer maximalen Aufnahme von 50 Gramm Zucker entsprechen. Nun, um diesem Ziel ein bisschen näher zu kommen, lohnt es sich auf natürliche Süßungsmittel umzustellen, die glücklicherweise heutzutage vielerorts erhältlich sind und in Produkten wie die von Eat grundsätzlich als bevorzugte Süßungsquelle genutzt werden.

Ahornsirup

Der eingedickte Saft kanadischer Zuckerahornbäume ist inzwischen auch auf unserer Seite des Atlantiks ein beliebtes Süßungsmittel geworden. Nicht nur hat Ahornsirup einen Glykämischen Index (GI) von nur 43 (der GI gibt an, wie schnell ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt, d.h. je höher umso schneller; zum Vergleich hat normaler Haushaltszucker (Saccharose) einen GI von 70, Traubenzucker sogar 100), er beinhaltet außerdem wertvolle Mengen an Polyphenolen, sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Kokosblütenzucker

Der aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnene naturbelassene Zucker besitzt einen GI von gerade einmal 35, was einerseits eine langsamere Energieausschüttung fördert und andererseits keine Zuckerhochs und –tiefs verursacht, was wiederum das Risiko für Diabetes oder Insulinresistenz reduziert. Zusätzlich ist Kokosblütenzucker auch ein äußerst nährstoffreiches Süßungsmittel und bietet Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Kupfer in Hülle und Fülle.

Datteln

Generell gelten Trockenfrüchte, wie wir sie in unseren Eat Riegeln beispielsweise verwenden, als natürlicher und gesunder Zuckerersatz. Da Datteln über eine vergleichsweise neutrale Süße verfügen, bieten sie sich als ideales Süßungsmittel für allerlei Speisen und Getränke an. Einer englischen Studie zu Folge soll Dattelsirup darüber hinaus in der Lage sein, das Wachstum von Bakterien effektiv zu hemmen. Die in Datteln enthaltenen antioxidativ wirksamen Polyphenole werden allgemein für diesen Effekt verantwortlich gemacht.

Honig

Honig besteht zwar auch aus dem klassischen Verhältnis von Glucose und Fructose, enthält aber darüber hinaus wertvolle Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren und Antioxidantien, vor allem Flavonoide. Seine damit einhergehenden antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften wurden bereits im alten Ägypten geschätzt und Honig gilt bis heute in vielen Naturgegenden dieser Welt als wundersames Heilmittel.

Ein Newcomer unter den natürlichen Süßungsmitteln ist Luo Han Guo – die Mönchsfrucht, die in ihrer Heimat Südostasiens schon seit Jahrtausnenden als Heilmittel und wertvoller Süßstoff in Speisen und Getränken verwendet wird. 200 mal so süß wie gewöhnlicher Zucker aber im Gegensatz zu diesem glänzt der exotische Fruchtsaft (oder sein Extrakt) durch eine Fülle an Antioxidantien und Vitaminen. Da birgt das Süßen sogar noch gesundheitliche Vorteile!

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