Nüsse - Knackige Superhelden

Published : 02.05.2017

Nüsse - Knackige Superhelden

In der Paleo Ernährung sind Nüsse ein nicht-weg-zudenkender Bestandteil der täglichen Ernährung. Auch für unsere einstigen Höhlenvorfahren waren Nüsse ein Grundnahrungsmittel, viel mehr noch als Fleisch, da sie nicht nur leicht gesammelt werden konnten, sondern darüber hinaus wichtigste Energiequelle und Fett Lieferanten waren. Was bereits empirisch während der Steinzeit erfahrbar war, kann heute im modernen Wissenschaftszeitalter nährstofftechnisch bewiesen werden. Nüsse sind wahre Vitalbomben: neben gesunden Fetten liefern Nüsse hochwertiges Eiweiß, dazu verdauungsfördernde Ballaststoffe, entzündungshemmende sekundäre Pflanzenstoffe und sind eine gute Quelle für Vitamine und Mineralstoffe. Da äußerst fettreich aber kohlenhydratarm, bleibt der Blutzuckerspiegel konstant und kombiniert mit der Fülle an energiespendenden Proteinen sind Nüsse so ein exzellentes „brainfood“ – nicht grundlos ist Studentenfutter ein zeitlos beliebter Pausensnack um Leistungsfähigkeit und Konzentrationsvermögen in ungeahnte Höhen zu treiben.

Dass Nüsse nicht nur mental sondern auch körperlich fit halten lässt eine norwegisch-britische Studie mit über 819.000 Personen vermuten: dabei ließ sich zeigen, dass eine tägliche Nussration von mindestens 20 Gramm das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs minderte und einen positiven Effekt im Hinblick auf Blutfettwerte und Diabetes erzielte.

Nüsse sind äußerst fettreich: Macadamia, die beliebte Cocktailnuss bringt es auf über 70% Fett und auch Walnüsse und Haselnüsse liefern 60% Fett. Aber entgegen der einst so weiträumig propagierten Fettlüge, sind wir heute zu der Erkenntnis gekommen, dass Fett nicht gleich Fett ist. Fett ist unser wichtigster Energielieferant und darüber hinaus einer der wichtigsten Makronährstoffe neben Protein für die Zellerneuerung. Fette und Cholesterin sind elementare Bausteine unserer Zellmembranen, wo sie wichtige Schutz,-und Stützfunktionen einnehmen. Und es geht noch weiter: Fettsäuren in den Zellmembranen, die Bestandteile der Fette, arbeiten als Signalmoleküle und dienen somit der Steuerung von Hormonen und Neurotransmittern.

Nüsse sind vor allem reich an den gesunden, ungesättigten Fettsäuren: dabei liefert die Walnuss nicht nur den höchsten entzündungshemmenden und cholesterinsenkenden Omega-3 Fettsäurengehalt aller Nüsse, sondern bietet auch ein geradezu ideales Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3, von 6 zu 1. Die modern-westliche Ernährung hat es geschafft, den generell entzündungsfördernden Omega-6 Fettsäurengehalt explosionsartig ansteigen zu lassen: während die empfohlene und gesundheitsfördernde Formel von Omega-6 zu Omega-3 bei etwa 3 zu 1 liegt, bewegt sich das heutige Verhältnis oft bei 25 oder gar 50 zu 1 uns ist damit nicht nur völlig aus dem Gleichgewicht geraten, sondern auch hochgradig ungesund. Nüsse können dazu beitragen, unser aus den Fugen geratenes Fettsäurenverhältnis wiederherzustellen.

Zusätzlich zu gesunden Fetten sind Nüsse reich an Vitamin E – ein kraftvolles Antioxidans, das oxidativem Stress entgegenwirkt und somit Zellschäden vorbeugt, ein Auslöser vieler chronischer Entzündungserkrankungen und Krebs. Hier sind Haselnüsse die antioxidantischen Spitzenreiter mit knapp 27 mg Vitamin E, gefolgt von Mandeln mit 25 mg und Walnüssen mit 6 mg. Damit reicht bereits eine Handvoll Nüsse um den Tagesbedarf des Menschen an Vitamin E, der bei etwa 10 mg liegt, zu decken. Auch blutdruckregulierendes und nervenentspannendes Magnesium ist reichlich in Nüssen vorhanden. Kombiniert mit dem hohen Proteingehalt von fast 25 % in Mandeln, 14 % in Walnüssen und 12% in Haselnüssen – sind Nüsse nicht nur ideales Nervenfutter sondern auch ein vielversprechendes Energiebündel für Sportler.

Heute wissen wir: der qualitativ und quantitativ wichtigste Treibstoff unseres Körpers ist Fett, bzw. die aus der Fettverbrennung entstehenden energiereichen Moleküle: die Ketonkörper. Im Gegensatz zum Zuckerstoffwechsel ist der Fettstoffwechsel für eine ausdauerndere, nachhaltigere und effizientere Energieversorgung zuständig. Die Idee der „ketogenen“ Ernährung basiert darauf, unseren Fettstoffwechsel zu „reaktivieren“ - vor allem durch eine „low-carb“ orientierte Ernährungsweise. Nüsse als ideale Fettlieferanten sind damit ein gesunder als auch genussvoller Weg, um die Produktion von Ketonkörpern anzukurbeln.

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