Süße Medizin - Manuka Honig

Published : 29.03.2017

Süße Medizin - Manuka Honig

Hippokrates, der Vater der abendländischen Medizin, wies bereits vor über 2000 Jahren auf die vielseitig heilenden Kräfte des Natur Honigs hin und auch ferner östlich, im Alten Ägypten soll sich die schöne Cleopatra regelmäßig in Milch und Honig gebadet haben. Honig ist also weit aus mehr, als ein begehrtes Süßungsmittel – vielmehr ist es ein ganzheitliches Heilmittel. Vor allem ein bestimmter Honig gewinnt immer mehr wissenschaftliches Interesse: Manuka Honig, dessen antiseptischen, wundheilenden und antioxidativen Fähigkeiten denjenigen anderer Honigsorten weit überlegen sein sollen. Dabei stammt er ausschließlich aus Neuseeland, denn nur dort können Honigbienen den Nektar der beheimateten Südseemyrte sammeln – auch Manuka Strauch genannt.

Dabei wurden die Heilkräfte des Manuka Honigs bereits vor Jahrhunderten von den Maori, den Ureinwohnern Neuseelands, entdeckt. Sie benutzen ihn als Wundsalbe und nahmen ihn gegen Erkältungen und Magen-und Darmbeschwerden ein. Was jahrzehntelang als Naturheilpraktik galt, ist heute wissenschaftlich bewiesen. Studien zu Folge der University of Wakaito (Neuseeland) erweist sich Manuka-Honig äußerst effektiv bei der Bekämpfung jener beiden Bakterien, die als Hauptauslöser von Magen-Darm-Problemen gelten: Escherichia coli und Heliobacter pylori. Schon bei einer Konzentration von nur 5% schafft es der Honig das Wachstum der Bakterien zu bremsen.

Grund für die außergewöhnlichen antibakteriellen Eigenschaften des Manuka Honigs ist sein hoher MGO-Gehalt. MGO steht für Methylglyoxal, entsteht während des Abbaus von Zucker und ist der Hauptwirkstoff im Manuka-Honig. Er ist gleichzeitig Qualitätsmerkmal und gibt Aufschluss über die antibakterielle Aktivität des Honigs. Ein MGO Wert von über 400 mg/kg gilt allgemein bereits als Spitzenqualität. In Manuka wurde ein Wert bis zu 800 mg/kg nachgewiesen – haushaltsüblicher Honig enthält meist nur etwa 20 mg/kg. Um eine ausreichend antibakterielle Wirkung zu erzielen ist jedoch ein MGO-Wert von mindestens 100 mg/kg erforderlich. In Deutschland muss der MGO-Wert von einem unabhängigen Honiglabor analysiert werden und sollte auf dem Honigglas angegeben werden.

Ferner enthält Manuka-Honig wertvolle Mengen an sekundären Pflanzenstoffen, wie z.B. die antioxidativ wirkenden Flavonoiden, als auch Magnesium, Calcium, Kalium, Enzyme, Fruchtsäuren sowie wichtige Vitamine. Damit ist Manuka-Honig ein wohlschmeckendes Naturheilmittel und vielseitig anwendbar, sowohl äußerlich bei Verletzungen und Hauterkrankungen also auch innerlich, von Erkältungen und Atemwegsinfektionen bis hin zu Magenschleimhaut,-Darm-und Zahnfleischentzündungen.

Vielleicht beflügelt das, bei der nächsten Erkältung statt Pillen zu schlucken, Honig in Milch zu schlürfen.



clockblog- Verfasst am 07/03/2017 von Marisol

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