Weihnachtsgewürze

Published : 30.11.2017

Weihnachtsgewürze

Es ist absurd, kommt aber wahrscheinlich jedem Weihnachtsgebäckliebhaber zu Gute: Spekulatius, Lebkuchen und Co. gibt es mittlerweile schon ab Oktober in den Supermarkregalen zu kaufen. Ob das die appetitliche Vorfreude auf Weihnachten fördert sei einmal dahingestellt. Mittlerweile haben wir uns ja daran gewöhnt unsere Bedürfnisse rund um die Uhr und eben auch rund ums Jahr befriedigt zu sehen. Schließlich essen wir Erdbeeren auch im tiefsten Winter. Weihnachten ist da nochmals ein etwas sensibleres Thema, das zu traditionsbeladen scheint, als dass man sich auch vor Dezember trauen könnte, Spekulatius zu essen. Nun, egal ob also in den Schränken gehortet und am Weihnachtsabend ausgepackt, oder bereits an einem grauen Novembertag als genussvolle Anregung auf die bevorstehende Weihnachtszeit; Spekulatius bleibt ein Weihnachtsklassiker der bereits mit jedem Biss das heilige Fest einzuläuten scheint.

Dabei erhält der Gewürzspekulatius durch die Gewürze Kardamom, Gewürznelke und Zimt seinen typischen Geschmack und vereint somit auch deren besondere Eigenschaften:

Die Gewürzpflanze Kardamom, in Indien und Sri Lanka beheimatet, enthält ein wertvolles ätherisches Öl, weshalb die Kardamom Samen in der ayurvedischen Medizin als anerkanntes Heilmittel gelten. Das Öl enthält Borneol und Cineol, beides Stoffe denen schleimlösende und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben werden, als auch das durchblutungsfördernde Kampfer.

Zimt ist ein altbekanntes und äußerst effektives Naturheilmittel. In der Antike war Zimt wertvoller als Gold, so wertvoll, dass man sogar ägyptische Adlige darin einbalsamierte. Und im Mittelalter mixte man ihn mit Nelken und Wasser und stellte ihn in Krankenzimmern auf, um so die gefürchtete Beulenpest fern zu halten. Solcherlei Abendteuer können heute mit Wissenschaft bestätigt werden. Während Zimt Blutzuckerwerte und Cholesterinspiegle senkt, kurbelt es als wärmendes Gewürz den Stoffwechsel an. Außerdem wirkt Zimt, dank seiner Fülle an sekundären Pflanzenstoffen, hoch antioxidativ, was der Prävention zahlreicher Entzündungskrankheiten (wie Krebs!) zugutekommt.

Und zuletzt wird unser Spekulatius noch durch die Gewürznelke veredelt, wodurch es fast den Status eines „Weihnachts-Heilgebäcks“ erhalten könnte. Die aromatische Knospe gehört zu den besten bekannten Antioxidantien und eignet sich daher wie kein zweites Gewürz zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte.

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