Wir lieben Brot

Published : 24.08.2017

Wir lieben Brot

Das Brot von heute ist evolutionär gesehen zwar ein Nachkomme einer Jahrtausend langer Selektion menschlicher Kulturgeschichte, hat aber genetisch gesehen keinerlei Gemeinsamkeiten mehr mit seinem einstigen Vorfahr. War Weizen vor 10.000 Jahren noch ein wahres Naturprodukt, ist das was wir heute essen eine genetisch veränderte Mischung; von der Agrarindustrie gezüchtet, um möglichst schnell und schädlingsfrei zu wachsen. Während der Glutenanteil von Weizen noch vor 50 Jahren lediglich 5% besaß, liegt er heute bei 50% - je höher der Anteil des Klebereiweißes im Getreide desto einfacher die Verarbeitung und länger die Haltbarkeit kommerzieller Backwaren. Dass diese explosionsartige Entwicklung nicht unbemerkt an uns vorüber geht, beweist die zunehmende Glutenunverträglichkeit in den Industrienationen. So wird unmissverständlich klar, dass wir die leidtragenden sind, die zu Geiseln unserer globalen Lebensmittelindustrie und deren Interessen geworden sind.

Kein Wunder also, dass die glutenfreie Ernährung immer mehr an Zustimmung findet, da die Zahl der Verbraucher stetig steigt, die über das typische Unwohlsein nach Verzehr von Weizenprodukten klagt. Dieses äußert sich vor allem in einem blähenden und „verkleisterndem“ Gefühl im Verdauungstrakt sowie in einem Gefühl von „vernebelten“ Sinnen (sog. „Brain Fog“, zu dt. „Gehirnnebel“).

Evolutions-biologisch gesehen, konnte sich das menschliche Verdauungssystem nicht schnell genug an die sich verändernden Ernährungsmuster anpassen. Eine Glutenunverträglichkeit ist eigentlich eine mangelhafte Proteinverdauung, die durch eine beschädigte Darmschleimhaut verursacht wird, deren Ursprung in einer gestörten Darmflora liegt. Da Gluten nur schwer verdaulich ist, bleiben oft Gluten-Bruchstücke (auch Peptide genannt) zurück, die die Darmschleimhaut passieren und so in die Blutbahn gelangen, wo sie körpereigene Stoffe in ihren Funktionen nachahmen können. So können sie nicht nur auf Hormonsteuerung Einfluss nehmen, sondern auch folgenschwere allergische Reaktionen auslösen, die zu Entzündungen und Schwellungen im Gehirngewebe führen können.

Als überzeugte Paleolaner bieten wir glutenfreie Alternativen, die dem klassischen Brotgenuss in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil durch deutlich weniger Kohlenhydrate punkten während sie höhere Mengen an Proteinen und Ballaststoffen liefern. Unsere Eat Brot Backmischungen zum selber backen basieren auf Mandel,- und Leinsamenmehl als attraktive und gesunde Weizenalternative. Mandelmehl versorgt zudem mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren, Aminosäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen wie Eisen, Magnesium und Kalium. Leinsamenmehl ist äußerst kohlenhydratarm und reich an verdauungsanregenden Ballaststoffen, Proteinen und wertvollen Omega-3-Fettsäuren.

Das „Brotzeitalter“ ist im Wandel und die wachsende Diversität möglicher Alternativen bietet nicht nur kulinarisch neue Horizonte sondern auch die Möglichkeit, sich nicht mehr bereitwillig den profitorientierten und gesundheitsschädlichen Interessen multinationaler Konzerne zu fügen.

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