Zimt-Zeit

Published : 04.12.2017

Zimt-Zeit

Ob in Stollen, Glühwein oder Zimtsternen – überall ist das beliebte Weihnachtsgewürz enthalten, dessen Aroma die appetitliche Vorfreude auf Weihnachten wie kein anderes zu steigern weiß.

Dabei ist Zimt viel mehr als nur Weihnachtsgewürz. Zimt ist ein jahrhundertealtes Naturheilmittel, dass Blutzuckerwerte als auch Cholesterinspiegel senkt, den Stoffwechsel anregt und sogar als Krebsprävention eingesetzt werden kann. Zimt wird aus der Rinde des tropischen Zimtbaumes gewonnen. Bei der Zimternte werden die Zweige des Baumes entfernt, ausgehöhlt und getrocknet und voilá: es werde Zimtstangen. Werden diese gemahlen, erhält man Zimtpulver.

Heutige Studien können die antimikrobiellen Wirkungen des Zimts nachweisen, die seit jeher vom Menschen erprobt und genutzt wurden. Die weitaus faszinierendste Erkenntnis ist die, dass Zimt den Blutzuckerspiegel regulieren kann und somit vor allem bei Prädiabetes und dem Metabolischen Syndrom Insulinresistenz lindern bzw. sogar umkehren kann. Beide Krankheiten gelten als Vorstufe zu Diabetes, an der weltweit ca. 350 Millionen Menschen erkrankt sind. Diese Erkenntnis basiert auf einer Studie aus dem Jahr 2003, die im Fachmagazin Diabetes care veröffentlicht wurde. Dabei wurden insgesamt 60 Testkandidaten vom Typ-2-Diabetes unterschiedliche Mengen Zimt verabreicht über einen Zeitraum von 40 Tagen. Im Gegensatz zu der „Placebo“ Gruppe wurde bei allen „Zimt“ Gruppen signifikant niedrigere Blutzuckerspiegel gemessen, insbesondere bei der 6 Gramm Gruppe, die die maximale Dosis an Zimt pro Tag erhielt. Ein reduzierter Insulinspiegel bedeutet auch, dass zur Energiegewinnung die Fettzellen ihre Fettreserven abgeben und damit der Körperfettanteil sinkt – Zimt fördert also womöglich auch den körpereigenen Fettabbau! Wie so oft, bewirkt eine gute Maßnahme oftmals die nächste und löst eine Kettenreaktion im gesamten Organismus aus.

Zuletzt sei noch erwähnt, dass der einstmalige Medienaufschrei in Sachen schädlichem Cumarin, ein Bestandteil von Zimt, von der Wissenschaft entschärft wurde. Dass Cumarin zu Leber-und Nierenschäden führen soll basierte nämlich auf Patienten, die täglich cumarinhaltige Medikamente einnahmen. Dagegen gibt es keinerlei wissenschaftlich fundierte Berichte, dass vorweihnachtliche Zimtsternorgien Leberschäden auslösen. Damit ist der Weihnachtsmarktbesuch also nochmals gerettet.

Ob in unseren „eat Cookie Zimttraum“ oder unseren „eat Spekulatius“ – das eat Weihnachtsangebot versorgt jeden Weihnachtsgourmet mit reichlich zimtigen Köstlichkeiten.

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